Gespächskreis

Zum Gesprächskreis wird am 2. und 4. Dienstag im Monat eingeladen.
Von 19.30 - 21 Uhr treffen sich Interessierte im Gemeindehaus.



Prophetie 6 Jesaja


14.April 2026



L i e d : 230 Schaffe in mir, Gott

Tageslosung
David sprach: Ich habe schwer gesündigt, dass ich das getan habe. Und nun, Herr, nimm weg die Schuld deines Knechts. 2.Samuel 24,10

Was hatte David getan? Er hat eine Volkszählung angeordnet. Er wollte wissen, mit wie viel kriegstüchtigen Männern er für den Kriegsfall rechnen kann. Sein Hauptmann wollte ihn davon abhalten, doch David ließ sich nicht belehren. Die Zählung ergab einen Bestand von 1,3 Millionen potentiellen Soldaten. Was für eine Parallele zu unseren Tagen! Die aktuelle Politik will das Volk kriegstüchtig machen. Die Wirtschaft wird auf Kriegswirtschaft umgestellt. Mangel wird künstlich erzeugt (Energie, Landwirtschaft, Verkehr...). Das kann mit dazu führen, dass junge Männer verstärkt bereit sein werden, den Wehrdienst zu leisten und damit zur Waffe zu greifen. Wenn die heutige Politikerriege später sagen wird: Wir haben schwer gesündigt, wird es für viele zu spät sein. Denn manch einer wird den Irrsinn nicht überleben. Zurück zu David. Er sieht seinen Fehler ein. Er kann zwischen drei möglichen Strafen aussuchen. Doch wer leidet wieder? Das Volk! Hier haben wir ein Beispiel dafür, dass die Sünde einiger andere mit in den Strudel ziehen. Gibt es keinen Ausweg? Durchaus: Auf die Mahner hören und sich letztlich von solchen Worten leiten lassen, die den Frieden festigen, Tugenden fördern und die Gottesbeziehung stärken.

L i e d : 233, 1 – 5 Ach Gott und Herr

G e b e t

Prophetie 6 Jesaja

• Jesaja um 700 v.Chr. Israel geteilt in ein Nordgebiet und in ein Südgebiet. Der Norden wurde Israel genannt, der Süden Juda. Hauptstadt des Nordens: Samaria.
• Das Nordreich zerstört und auch das Südreich ist bedroht.
• Kap. 1 beschreibt die Lage, hinzukommt die Mahnung.
• V.2: „Ich habe Kinder großgezogen und hochgebracht, und sie sind von mir abgefallen!“ Ich finde mich in dem Wort nicht wieder.
• V.3: „Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; aber Israel kennt’s nicht, und mein Volk versteht’s nicht.“
Die übrige Natur kennt ihren Weg. Der Mensch kann seinem Schöpfer widersprechen und spotten. Der Mensch versteht nicht, will nicht verstehen. Vom guten Weg kann abgeirrt werden. Das ist auch die Größe des Menschen.
• „Höret des Herrn Wort, ihr Herren von Sodom! Nimm zu Ohren die Weisung unsres Gottes, du Volk von Gomorra!“ Wer ist hier angeredet?
• Israel!
• V.18: „Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Purpur, soll sie doch wie Wolle werden.“
• Der Vers paßt zum Bußtag, zum Karfreitag, beim Abendmahl.
• Was für eine Macht in dieser Zusage steckt! Kraft der Verwandlung.
• Man denke an Rotwein auf weißer Tischdecke – wie schwer der Fleck zu entfernen ist!
• Gott schafft die Reinigung von der Sünde. Dafür steht das Kreuz Christi.
• Siehe Schächer am Kreuz, er erfährt im letzten Moment die Rettung.
• Ich weiß von einer Frau, die an Gott geglaubt hat, aber Angst davor hatte, kurz vor ihrem Tod noch abzufallen.
• Und manche meinen: Ich habe noch Zeit.
• In der Schöpfung macht Gott aus Nichts etwas; in der Vergebung macht Gott aus etwas nichts.
• Wunder der Vernichtung des Bösen.
• Schöpferisches Wunder des Kreuzes. Ohne Vernichtung der Sünde kann es keine Heilung geben.
• Vergeben und vergessen. Manche meinen: vergeben kann ich, vergessen nicht. So aber hat das Böse dann doch noch Macht. Bei Gott geht es anders.
• V.21: „Ach, wie ist zur Hure geworden die treue Stadt! Sie war voll Recht, Gerechtigkeit wohnte darin; nun aber – Mörder.“ Abfall von Gott wird mit Ehebruch verglichen. Und mit Mord.
• Gerichtswort und Heilswort wechseln sich ab. So geschieht das oft in den Prophetenbüchern.
• Kap. 2,1 – 5: „Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des Herrn Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen, und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufgehen zum Berg des Herrn, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des Herrn Wort von Jerusalem. Und er wird richten unter den Nationen und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, lasst uns wandeln im Licht des Herrn!“
• Jerusalem als religiöses Zentrum.
• Schwerter zu Pflugscharen – zur Parole der Friedensbewegung geworden.
• Ist Abrüstung im Sinne der Bibel? Kann man das diesem Text entnehmen? Oder ist das ein Mißbrauch des Textes?
• Ich verstehe Jerusalem und Zion nicht im geographischen Sinne, sondern als das, was durch Christus geschaffen wurde.
• Die heutigen Zionisten etwa berufen sich nicht auf ein solches Jesajawort. Ihnen geht es nicht um Entspannung, sondern um Spannung.
• Die Amerikaner haben ihr Ministerium umbenannt, vom Verteidigungsministerium zu Kriegsministerium.
• Wir leben in einer Welt voller Konflikte. Jedes Land muß sich verteidigen können.
• Dann wird es nie einen Weltfrieden geben.
• Es geht immer nur um Macht und materielle Dinge.
• Neulich war ich erschrocken über mich, als ich gedacht habe: Warum kann nicht mal jemand den und den Politiker umlegen?
• Das Problem des Tyrannenmords ist alt.
• Schwerter zu Pflugscharen ist kein politisches Programm, sondern bezogen auf die Heilszeit.
• Alles, was dem Frieden dient, ist im Sinne Jesu. Ich glaube, es können auch Waffen dem Frieden dienen.
• Kap.2,11-12: „Denn alle hoffärtigen Augen werden erniedrigt, und die stolzen Männer müssen sich beugen; der Herr aber wird allein hoch sein an jenem Tage. Denn der Tag des Herrn Zebaoth wird kommen über alles Hoffärtige und Hohe und über alles Erhabene, dass es erniedrigt werde“.
• Ich freue mich auf den Tag, wenn die Stolzen demütig sein müssen.
• Vielleicht ist man dann überrascht, wenn man selber dazu gehört.
• Bin ich eingebildet, hochmütig, oder habe ich Komplexe, wenn ich überheblich über andere denke.
• Schadenfreude – wer kennt das nicht?
• Kap. 2,18: „Und mit den Götzen wird’s ganz aus sein.“ Götzendienst wird es nicht mehr geben.
• Im weiteren Verlauf werden die silbernen und goldenen Götzen genannt. Und die Menschen haben sich vor Mäusen und Fledermäusen niedergeworfen. Was sind heute die Mäuse?
• Wird nicht im Deutschen das Geld auch als „Mäuse“ bezeichnet?
• Kap. 2,22: „So lasst nun ab von dem Menschen, dessen Odem nur ein Hauch ist; denn für was ist er zu achten?“
• Der Mensch nur ein Hauch; auf der anderen Seite Gottes Ebenbild.
• Siehe auch Psalm 103,14ff: Denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er gedenkt daran, dass wir Staub sind. Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Felde; wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da, und ihre Stätte kennet sie nicht mehr. Die Gnade aber des Herrn währt von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind bei denen, die seinen Bund halten und gedenken an seine Gebote, dass sie danach tun.“

• Kap. 3,16ff: „Und der Herr sprach: Weil die Töchter Zions stolz sind und gehen mit aufgerecktem Halse, mit lüsternen Augen, trippeln daher und tänzeln und klimpern mit den Spangen an ihren Füßen, deshalb wird der Herr den Scheitel der Töchter Zions kahl machen, und der Herr wird ihre Schläfe entblößen. Zu der Zeit wird der Herr den Schmuck der Fußspangen wegnehmen und die Stirnbänder, die kleinen Monde, die Ohrringe, die Armspangen, die Schleier, die Hauben, die Fußkettchen, die Gürtel, die Riechfläschchen, die Amulette, die Fingerringe, die Nasenringe, die Feierkleider, die Mäntel, die Tücher, die Täschchen, die Spiegel, die Hemden, die Kopftücher, die Überwürfe. Und es wird Gestank statt Wohlgeruch sein und ein Strick statt eines Gürtels und eine Glatze statt lockigen Haars und statt des Prachtgewandes ein Sack, Brandmal statt Schönheit.“
• Damit soll auf die Vergänglichkeit und Vergeblichkeit des Irdischen hingewiesen werden.
• Schmuck ist schmuck, aber nicht weniger ist er Tand.
• Es liegt an unserer falschen Vorstellung, was schön ist und was nicht.
• Schönheitsideal wird durch die Werbung bestimmt.
• Das sind auch wir, die Gesellschaft.
• Schönheit variiert. Die Völker haben unterschiedliche Vorstellung von Schönheit.
Auch hat sich die Vorstellung im Laufe der Jahrhunderte geändert. • Schön ist nicht schön. Gefallen macht schön.
• Wenn man jemanden liebt, ist er schön, wird er schön.

L i e d : 472, 1 + 4 + 6 Der Tag hat sich geneiget

Vaterunser

nächstes Treffen am Dienstag, 28. April, 19.30 Uhr