Gespächskreis
Zum Gesprächskreis wird am 2. und 4. Dienstag im Monat eingeladen.
Von 19.30 - 21 Uhr treffen sich Interessierte im Gemeindehaus.
Perlen der Prophetie
13.Januar 2026
L i e d : 447, 1 + 6 + 8 - 10 Lobet den Herren
Der Herr spricht: Wer mich ehrt, den will ich auch ehren;
wer aber mich verachtet, der soll wieder verachtet werden.
1.Samuel 2,30
Gott spricht diese Worte zu Eli, den Priester. Er hat Grund,
den Priester zu kritisieren. Seine Söhne führen ein liederliches Leben und er läßt das durchgehen.
Nun gut, er hat sie darauf angesprochen – doch welche (erwachsenen) Kinder lassen sich von den Eltern etwas sagen?
Gott droht Gericht über die Söhne an, auch insgesamt über sein Haus.
In dem Zusammenhang stehen die Worte der Tageslosung. Das klingt schon neutestamentlich. Man denke an das Wort Jesu: Wer mich bekennt vor den Menschen, den wird ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater.
Bei solchen Sätzen spricht man in der Philosophie und Theologie vom Tun-Ergehen-Zusammenhang. Ein bestimmtes Tun hat ein bestimmtes Ergebnis zur Folge. Gutes erzeugt Gutes, Böses erzeugt Böses. Daher haben Theologen im Mittelalter die Devise ausgegeben: „Do ut des“ (deutsch: Ich gebe, damit mir gegeben wird). Motivation zum guten Handeln.
Gottes Wort weist darauf hin, dass die Beziehung des Menschen zu ihm Auswirkung hat auf den Menschen selbst. Daher der Anreiz: Ehre Gott. Das wird sich positiv auf dich auswirken. Bei umgekehrter Einstellung gilt das auch.
Glaube und Gottesdienst hat das zum höchsten Ziel: das Lob Gottes.
G e b e t
Perlen der Prophetie 1
- Welcher Prophet wird als erster in der Bibel erwähnt?
- Beispiele für gut, gutes Handeln: (die Meldungen werden auf die Tafel geschrieben)
- Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft, Demut, Treue, Gerechtigkeit, Ehrfurcht,
Friedfertigkeit, Vergebung, Mut.
- Beispiele für schlecht/böse; böses Handeln:
- Neid, Feigheit, Gewalt, Verleumdung, Lüge, Mord, Rückgratlosigkeit,
stehlen, ehebrechen.
- Beispiele für „gut gemeint, schlecht geworden“:
- Scheinheiligkeit, Kinder verwöhnen, zuviel Strenge, Pharisäertum.
- Beispiele für „böse Absicht - gutes Ergebnis“:
- Josef und seine Brüder;
- es gab mal einen König, der wollte alle Bibeln aus seinem Reich verbannen.
Das führte dazu, dass noch mehr gedruckt wurden;
Verleumdung; Christenverfolgung.
Welcher Prophet wird als erster in der Bibel erwähnt?
Auflösung: Gott
Gott als erster Prophet: „Da sprach Gott der Herr zu der Schlange: Weil du das getan hast, seist du verflucht vor allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Staub fressen dein Leben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“ (1.Mose 3)
- Während bei der Erschaffung der Welt Gott seine Geschöpfe segnet, spricht er hier zum ersten Mal einen Fluch aus. Segen ist entlastend, der Fluch belastet.
- die Schlange rebelliert gegen Gott, noch mehr, sie zieht den Menschen als Ebenbild Gottes in die Rebellion hinein. Damit wird sie dem Menschen zum Verhängnis. So ist die Lage bis heute. Dem Bösen nachgeben, wird zum Verhängnis.
- Doch Gott beläßt es nicht beim Fluch. Er peilt schon jetzt eine Lösung an. Er spricht gleichsam prophetisch und kündigt eine Zeit an, da das Böse, der Böse, besiegt sein wird.
- Ein Nachkomme der Frau wird den Kopf der Schlange zertreten. Mit einem zertretenen Kopf kann man nicht leben. Also ist die Schlange, der Böse, erledigt. Wer erledigt ihn? Der Messias!
- Die Messiasprophezeiung also schon im Paradies, unmittelbar nach dem Sündenfall.
- Jesus wird am Kreuz den Bösen besiegen, doch dieser sticht ihn in die Ferse, bringt ihn zu Tode. Doch damit hat er dennoch nicht gewonnen.
Johannes bestätigt in seinem Brief: „Und ihr wisst, dass er erschienen ist, damit er die Sünden wegnehme, und in ihm ist keine Sünde. Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht; wer sündigt, der hat ihn nicht gesehen noch erkannt. Kinder, lasst euch von niemandem verführen! Wer die Gerechtigkeit tut, der ist gerecht, wie auch jener gerecht ist. Wer Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre.“ (1.Joh. 3)
- nur ein Sündloser konnte dieses Werk vollbringen. Nur einen Sündlosen gibt es.
- Die Werke des Teufels sind böse, auch wenn sie gut scheinen.
- Prophetie nicht allein eine Sache von Zukunftsansage, sondern eine Angelegenheit für die Gegenwart. Das ist ein weiterer Gesprächsgedanke.
Aussprache
- Dann gibt es ja nur einen Propheten. Alle Prophetie kommt von Gott.
- Er bringt aber seine Worte nicht selbst zu den Menschen, sondern beruft hierzu Menschen.
- In dem obigen Sinne gäbe es auch keinen Künstler, keinen Sportler... außer Gott.
- Es gibt auch falsche Prophetie. Hinter manchen Propheten steht ein anderer Geist.
- Gott hat nicht das Böse geschaffen.
- Er hat Luzifer geschaffen.
- Der aber war am Anfang ein (guter) Engel.
- Die Menschen sind gerufen, eigenverantwortlich sich für Gott zu entscheiden.
- Wir haben beides in uns: das Gute und das Böse.
- Es gibt Prophetie, die zu schlimmsten Dingen geführt hat, geführt hätte.
- Sind das Prophetien? Prophetie ist für mich das, was Gott Menschen gegeben hat.
- Im Neuen Testament wird aufgerufen, zu prüfen.
- Die Prophetien, die in der Bibel stehen, sind noch nicht alle eingetroffen. Es sind lange Zeiträume. Manches mag sich nach uns erfüllen.
- Wenn es um eine heilsgeschichtliche Entwicklung geht, ist das eine bestimmte Art.
Es gibt auch andere Arten.
- Eine Prophezeiung kann nicht nur gut sein, sondern auch böse. Ein Prophet ist einer, der etwas vorhersagt.
- Moderne Formen von Prophetie, Beispiel: in eine dänische Gemeinde kam, der sprach zu den Menschen von ihrer Zukunft. Nicht über Karten legen. In einem Fall traf das ein, aber die Erfüllung, die eintraf, brach dann nach zwei Jahren jäh ab. Es ging um eine wirtschaftliche Lage, die in einer Katastrophe endete. Oder: Ein Ehepaar entschied sich für ein bestimmtes Altenheim, hinterher zeigte sich, dass diese Entscheidung nicht richtig war. Daher erachte ich diese Angelegenheit für Wirken eines Geistes der Lüge.
- Würdet ihr euch soetwas anhören?
- Ich habe Menschen erfahren, die das tun.
- Ich würde mir das nicht anhören.
- Es ist so etwas wie Wahrsagerei.
- Insofern Täuschung.
- Hat auch mit Aberglauben zu tun.
- Einen kleinen Grundbestand von Aberglauben hat wohl jeder.
- Träume können Prophetie sein.
- Einiges kannst du mit deinem Geist und Verstand lenken, aber das ist nicht Prophezeiung.
- Zurück zu: Gott als Prophet.
- Wie dürfte ein Israelit, ein Jude diese Stelle verstanden haben?
- Gott ist allmächtig, allwissend. Er wußte, dass das eintreten wird.
- Ein Bild, das man erst deuten muß.
- Was ist überhaupt gemeint mit: in die Ferse stechen.
- Jesus am Kreuz.
- durch das Gift der Schlange stirbt man.
- Jesus ist am Kreuz gestorben.
- in welcher Reihenfolge passiert das?
- im Prozeß des Tretens, beißt die Schlange zu.
- aber das ist keine einmalige Sache. Der Teufel sticht uns jeden Tag.
- die Menschheit ist vergiftet. Das Gift, das in der Welt ist, wirkt weiter.
- Wie fühlt sich wohl Jesus, wenn er das Treiben auf der Welt sieht?
- Aber er ist ja kein Mensch mehr.
- Weint Gott?
- Von Jesus wird es gesagt.
- Aber er hat als Mensch geweint.
- Der allmächtige Gott weint nicht. Sicher er hat Emotionen, aber er weint nicht.
- Der liebe Gott hat auch Freude über das, was er geschaffen hat.
- Dürfen wir menschlich über Gott denken?
- Ich finde die Vorstellung sentimental, dass Gott weint.
- Jesus: Wer mich sieht, der sieht den Vater.
- Jesus ist das Abbild des lebendigen Gottes.
- Der Vater ist größer als alles.
- Dürfen wir menschliche Eigenschaften diesem großen Gott zuweisen?
- So berichtet es die Bibel.
- Dann muß Gott auch weinen dürfen.
- Weinen ist körperlich; zornig sein ist eine geistige Ausdrucksweise.
- Weinen ist nicht nur körperlich.
- Gott kennt das Ende. Das macht seine Souveränität aus. Er hat die Welt in der Hand. Er müßte sonst zugrunde gehen bei dem vielen Leid, das er sieht. Er kennt das Ziel.
- Das Alte Testament ist voll davon, dass Gott traurig ist, klagt...
- Steht aber eine große Souveränität dahinter.
- Zurück zum Stich in der Ferse. Die Juden verstehen das Bild nicht. Verstehen wir das Bild?
- Verstehen können wir im Nachhinein.
- Warum verstehen die Juden das heute nicht?
- Hat nicht Gott selbst eine Decke vor ihr Angesicht gelegt?
- Es war doch außergewöhnlich schwer, in Jesus den Sohn Gottes zu erkennen.
- Aber es haben doch viele Jesus zugehört.
- Auch heute begreifen es nicht alle in unseren Landen.
- Petrus: Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude (1.Pt. 1,8)
L i e d : 468, 1 – 4 Ach lieber Herre Jesu Christ
G e b e t Vaterunser
nächstes Treffen schon in der kommenden Woche, Dienstag, 20. Jan., 19.30 Uhr