Gespächskreis

Zum Gesprächskreis wird am 2. und 4. Dienstag im Monat eingeladen.
Von 19.30 - 21 Uhr treffen sich Interessierte im Gemeindehaus.



Prophetie: Steine predigen


8.Sept. 2026



Tageslosung
Wer auf den Herrn hofft, den wird die Güte umfangen. Psalm 32,10

Der Vers gehört zum 2.Bußpsalm. David besingt die Freude der Buße. Verfehlungen zugeben, ist erst mal ein Zugeständnis, zugeben, daß man falsch gehandelt hat.
Das fällt nicht leicht, denn man möchte richtig sein und damit auch im Recht – im Recht anderen gegenüber. Dann kann man auftrumpfen: Ich lag richtig, Ich bin in Ordnung, Ich habe alles richtig gemacht. Indirekt heißt das: Du aber bist nicht in Ordnung, du hast nicht recht.
Fehler zugeben, wird als Schwäche interpretiert – von jeder Seite.
Aber Gott gegenüber greift diese Aufrechnung nicht. Gott gegenüber Fehler zugeben macht nicht schwach, sondern stärkt. Das wird David wohl erfahren haben, deshalb gibt er zu: Wohl dem, dem, die Übertretungen vergeben sind…
Er hatte vor, seine Schuld zu verschweigen, doch es brannte in ihm wie Feuer. Als er bekannte, machte er die Erfahrung, daß er von der Schuld frei wird, freigesprochen wurde. Daher kann er bekennen: Wer auf den Herrn hofft, den wird die Güte umfangen. Seine Erfahrung will er weitergeben und ruft zur Freude im Herrn auf.

L i e d : 349, 1 – 4 Ich freu mich in dem Herren

G e b e t

Prophetie: Steine predigen

Jeder Teilnehmer bekommt einen Stein in die Hand.
• Steine üben Faszination aus.
• Die Welt ist ohne Steine nicht denkbar, jedenfalls nicht in der Art, wie wir sie kennen.
• Der Stein ist ein Baustoff. Mit Steinen kann man eine Mauer errichten, den Weg pflastern.
• Im Garten sind Steine fehl am Platz. Steine müssen auch weggeräumt werden.
• Mit Steinen kann man werfen.

• Welche Erfahrung habt ihr mit Steinen?
• Welche Bedeutung hat für dich ein Stein, haben Steine?
• Kennst du berühmte Steine?
• Bernstein, Edelstein
• War letztes Wochenende beim Brutkamp in Albersdorf, der größte Monolith in Schleswig-Holstein.
• Große Findlinge gibt es auch an anderen Stellen • der berühmte „Eckstein“
• Es gibt einen Stein unter einer Kirche in London. Der soll der Stein sein, auf den Jakob sein Haupt legte.
• Steine auf der Osterinsel. Wie sind sie hingekommen.
• Natursteine auf Gräbern
• behauene Mühlsteine, um Mehl zu mahlen
• ein kleiner Stein hat Goliat zu Fall gebracht.

• Mit Steinen wurden kolossale Bauten errichtet.
• Der Stein ist ein altes Speichermedium. Siehe Archäologie.
• Nicht wenige Denkmäler sind aus Stein hergestellt.
• Gedenkstein. Grabstein.
• Die Bibel überliefert Beispiele von Menschen, die einen Stein als Gedenkmal, als Altar, als Mahnmal aufgerichtet haben.
• Das erste Steinbeispiel wird erwähnt im Zusammenhang des Turmbaus zu Babel.
• Jakob nutzt einen Stein als Kopfkissen, den er hernach als Gedenkstein und Altar aufrichtet.
• Israel wird gewarnt, Steinmale für die Anbetung von Götzen aufzustellen.
• Die zehn Gebote auf steinernen Tafeln.
• Beim Durchzug durch den Jordan, werden Steine aus dem Fluß genommen, um am Ufer zu einem Gedenkmal zu errichten.
• Samuel richtet einen Stein auf zur Erinnerung an die Hilfe Gottes.
• David tötet Goliath mit einem Stein.
• Schon durch Jesaja (Kap. 28) verheißt Gott den kostbaren Eckstein in Zion.
• Ein großer Stein vom Himmel zerschlägt das Bildnis, das Nebukadnezar im Traum sieht.
• Das Bild vom Stein, den die Bauleute verwerfen und doch zum Eckstein wird.
• Jesu Grab wird mit einem Stein verschlossen.
• Petrus bezeichnet Jesus als lebendigen Stein (1.Pt. 2)


• Jesus wehrt sich gegen die Pharisäer: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien. (Lk 19) • Jesus zieht in Jerusalem ein. Die Menge jubelt ihm mit dem Ruf zu: „Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe!“ Das gefällt den Pharisäern nicht. Sie fordern Jesus auf, seine Anhänger zum Schweigen zu bringen. Jesus gibt die besagte Antwort.
• Steine also mit prophetischer Gabe.
• Was werden die Steine schreien? Laßt uns darüber reden.

Aussprache

• Das ist eine gute Frage: Wie werden die Steine schreien? Und was?
• Bringt damit zm Ausdruck, daß der Einzug Jesu in Jerusalem Gottes Wille ist. Das Volk hofft, daß er Frieden schafft.
• Selbst wenn der Mensch nicht mehr redet, muß die Natur von Gottes Größe reden.
• Die Natur kündigt auch sonst von der Größe Gottes.
• Gott kann durchaus Steine rufen und schreien lassen.
• Ein Erdrutsch im Gebirge ist schon laut.
• Welche Steine kündigen in der Geschichte von Gott, von Jesus?
• Ein steinernes Kreuz.
• Kirchengebäude rufen zum Volk.
• Die Menschen überhören dieses Rufen.
• Die Menschen fühlen sich gegenüber Gott in keinster Weise zu etwas verpflichtet. Es fehlt die Dankbarkeit gegenüber dem Herrn.
• Wenn man das auf die heutige Zeit überträgt: Wenn die Pastoren nicht mehr da wären, dann nutzt auch das Kirchengebäude nichts. Dann schreien auch die Steine nicht.
• Solange die Kirche steht, schreit sie, unabhängig davon, ob sie gefüllt wird oder nicht.
• Es kommen neue Generationen, die das Reden dieser Steine nicht verstehen.
• Wenn wir keine Verkündigung haben, werden die Erfahrungen nicht weitergegeben werden. Wie soll das Gebäude das weitergeben?
• In vielen Städten sind Kirchen umfunktioniert, da ist kein Geist mehr drin.
• Als ich in die Schule kam, hatten wir Schulunterricht in der Kirche. Die Kirche war umfunktioniert worden. Eines Tages läutete die Glocke, keiner wußte, wieso und wer das gemacht hat. Eine Frau hat dann zweimal die Woche eine Andacht gehalten. Diese Kirche hat gerufen.
• Die Menschen sehen in ihrem Ort das Kirchengebäude aus Stein. Dieser Bau ruft, erinnert sie an Gott. Der Bau, die Glocke sind Anknüpfungspunkte für den Glauben.
• Was Jesus meint: Gott ist groß, er kann tote Materie für die Botschaft des Evangeliums verwenden. Auf eine Weise wird die Verkündigung erfolgen.
• Jeder von uns ist ein Stein für das Gebäude Gemeinde.
• Ich war vor einiger Zeit in Zwickau, die Kirche war voll, insofern gibt es schon Gegenden, wo die Lebendigkeit vorhanden ist. Hier in Dithmarschen ist das Gegenteil der Fall.
• Wir können noch Hoffnung haben. Gottes Liebe ist so groß, daß er selbst die Dithmarscher erwecken kann.
• Der Mensch muß dazu bereit sein. Wenn die Herzen verhärtet sind, ist es schwer.
• Wer nachdenkt, kommt darauf, daß es einen Schöpfer gibt.
• Die Menschen sind nicht mehr da, nicht bei sich. Ich habe heute beobachtet: eine Mutter mit Kind und Kinderwagen unterwegs. In der Hand das Telefon. Ein Rollerfahrer, beim Fahren das Handy in der Hand. Da haben es selbt die Steine schwer.
• Jeder hat seinen Stein in der Hand, nämlich das Handy.
• Mit diesem Stein können sie was anfangen. Gott hingegen ist nicht greifbar.
• Geschichte von dem, der den Pastor gefragt hat: Gehn bei dir alle rein in die Kirche? Seine Antwort: Wenn alle rein gehen, gehen nicht alle rein; wenn nicht alle rein gehen, gehen alle rein. Aber es gehen nicht alle rein, also gehen alle rein.
• Ein Mann im Ort – vor Jahrzehnten – er ging regelmäßig zur Kirche, Hat mit seinem Auto andere zum Kirchgang eingesammelt. Sonntags fuhr er durch die Straßen, hat gehupt, die Leute an den Kirchgang zu erinnern. Aber die Leute haben darauf nicht gehört.
• Gott hat einen Plan. Er läßt zu, daß es so weitergeht, wie es geht. Er wird das auf irgendeine Weise regeln. Wir sind oft negativ eingestellt. Gott ist dennoch im Regiment. Wir müssen aktuell im kleinen Kreis zufrieden sein.
• Auch sonst mit dem, was man hat, zufrieden sein.
• Es reicht schon, wenn man die Sichtweise ändert. Weltweit nimmt die Christenheit zu.
• Schade um die, die nicht kommen.
• Sie sollen ja auch in den Himmel kommen.
• Bei der Klage geht es heute auch darum, daß die Gesellschaft unchristlich wird, das Christentum verschwindet in diesen Breiten.
• Man muß auf eine Weise die Leute neugierig machen. So wie der Alte Fritz in Preußen. Er ließ den Kartoffelacker von Soldaten bewachen. Das machte die Leute neugierig, sie kamen, wollten wissen, was da geschützt wird. So habe sie den Schatz kennengelernt und haben selbst Kartoffeln angebaut.
• Dennoch: es besteht die Gefahr, daß die Christenheit in Deutschland ausstirbt. Man betrachte die Sache historisch. In Nordafrika dominierte 600 Jahre lang das Christentum. Nachdem die Moslems aufgekommen sind, ist das Christentum innerhalb kurzer Zeit verschwunden. In Kleinasien, der heutigen Türkei, ging es noch 800 Jahre so weiter. Heute gibt es in Istanbul (das alte Konstantinopel) kaum noch Christen. So etwas kann leicht auch in Deutschland und Europa passieren, selbst nach 2000 Jahren.
• Ist das nicht längst schon so? Noch gibt es eine christliche Tradition, aber sonst?
• Jesus hat gefragt: Werde ich Glauben finden?
• Besser als nichts.
• Nein, das ist schlimmer als nichts.
• Was schreit heute noch? Welche Steine, welche Hupe?
• Das Blut der Märtyrer schreit.
• Davon wissen die meisten nichts. Die Süderhastedter Kirche ist nach einem benannt. Wer Laurentius war, wissen die wenigsten.
• Eine Bekannte von uns schreibt Bibelsprüche auf Steine und verschenkt sie.
• Jeder hat heute einen Stein bekommen. Nehmt ihn mit, bemalt ihn, beschreibt ihn und dann verschenkt ihn an jemanden oder legt ihn jemandem vor die Tür.
• Der wird denken: Da hat mir jemand einen Stein in den Weg gelegt.
• Juden legen kleine Steine auf den Grabstein.
• Daß der Verstorbene nicht vergessen wird - Gedenksteine.
• Eines Tages wird ein Grabstein an uns erinnern. Hoffentlich.

L i e d : 480, 1 - 3 Nun schläfet man

G e b e t Vaterunser

nächstes Treffen am Dienstag, 22. Sept. 19.30 Uhr