Schulabgängergottesdienst 7.Juli 2006
für die 4. Klassen der Grundschulen ind Süderhastedt und Hochdonn
Thema : Wasser
Kinder tragen vor :
Komm mit zur Quelle Wolfgang Poeplau
Die kleine Quelle sprudelt zwischen den Steinen hervor. Wie froh sie ist, das Licht der Welt zu erblicken. Und was gibt es da nicht alles zu sehen!
Aus der Quelle wird ein Bach. Er schlängelt sich durch das Wiesengras, spielt mit den kleinen Fischen, läßt Blumen und Tiere trinken.
Der Bach wird zum Fluß. „Jetzt bin ich endlich erwachsen“, sagt er sich. „Zeit, daß ich vorwärts komme und Mühlen antreibe und Schiffe trage. Ich will mich tüchtig anstrengen.“
Aus dem Fluß ist ein großer Strom geworden. Brücken überspannen ihn, Städte stehen an seinem Ufer.
Eine Menge Schmutz und giftiges Wasser muß er schlucken. Manchmal wird er ganz krank davon.
Der Strom ist müde von seiner langen Reise. „Ich möchte endlich ausruhen“, denkt er. Was ist das? Das kann doch kein anderer Strom sein. Nein – das ist das Meer.
Das weite Meer nimmt den Strom in seine Fluten auf. Bedächtig ziehen die Wolken über die Erde, blicken auf die vielen Ströme, Flüsse und Bäche. „Wir waren einst, was ihr seid“, rufen sie herab. Und dann seufzen sie und regnen kräftig. Dicke Wassertropfen sammeln sich zwischen den Steinen.
Bald wird eine Quelle daraus.
P r e d i g t : Pastor Alfred Sinn
Liebe Schüler,
Wasser ist ein sehr wichtiges Element. „Ohne Wasser können wir nicht leben“ – das ist wohl wahr. Wir brauchen es zum Trinken, wir brauchen es zum Waschen, und das jeden Tag. Nicht nur wir, sondern auch die Tiere und Pflanzen brauchen das Wasser.
Gerade in diesen heißen Tagen wird uns bewußt, wie wichtig das Wasser ist. Ihr wart gewiß in letzter Zeit oft im Schwimmbad. Herrlich, in dem kühlen Naß so herumzutollen. Wasser gehört neben Licht, Luft und Erde zu den Urstoffen unserer Welt. Obwohl Wasser Tod und Zerstörung bringen kann, ist es doch zuallererst das lebensspendende Element. Das Wasser ist das Urelement, die Grundlage allen Lebens. Im Wasser liegen die Ursprünge
Eigentlich gibt es genug Wasser auf der Erde, doch das meiste davon ist Meereswasser und darum nicht geeignet zum Trinken. Und das Trinkwasser wiederum ist nicht gleichmäßig aufgeteilt. Während wir guten Zugang zu Trinkwasser haben, sieht es für Afrikaner und Asiaten schlechter aus. Ihr habt vielleicht schon Bilder gesehen, wie Frauen in Afrika große Krüge auf dem Kopf tragen. Kilometerweit müssen sie gehen, um das Wasser ins Dorf zu transportieren. Da haben wir es wirklich besser. Wir können den Wasserhahn aufdrehen und uns bedienen.
Wir alle wissen, wie Wasser schmeckt. Trotzdem, machen wir doch mal eine Probe. Wer von euch kommt mal nach vorne und trinkt aus diesem Becher? Am besten, es kommen gleich fünf Kinder.
(dem ersten Kind wird Wasser gereicht, den nächsten: Süßes, Saures, Salziges, Bitteres, dem letzten wieder Wasser. Es wird beobachtet, wie die Kinder reagieren)
Ihr seht, es ist nicht einerlei, was wir trinken. Unser Trinkwasser nennen wir auch Süßwasser. Nur dieses Wasser erhält uns das Leben. Das salzige, das bittere kann uns schaden, jedenfalls wenn zuviel davon genommen wird.
Es bleibt dabei: Ohne Wasser können wir nicht leben. Doch auch wenn wir ein Leben lang essen und trinken, irgendwann hört dieses Leben doch auf. Weder das irdische Brot, noch das Trinkwasser kann uns für immer Leben geben. Doch es gibt ein Brot, ein Wasser, das die Kraft hat am Leben zu erhalten, auch wenn es vergeht, ein Leben zu geben, das nie mehr endet. Wir haben davon im Psalm und in der Lesung gehört. Dieses Brot und dieses Wasser ist Jesus.
Jesus befand sich in Jerusalem auf einem Fest. Dort war es üblich, daß der Priester von der Quelle Wasser schöpfte und im Heiligtum ausgoß. Damit wurde Gott für die Gabe des Wassers gedankt. Dieses nimmt Jesus zum Anlaß und sagt: Ich biete euch ein noch besseres Wasser an. Wenn ihr davon nehmt, dann werdet ihr Leben bis in Ewigkeit. Damit meinte er nicht ein wirkliches Wasser, sondern den Glauben an ihn und den Geist Gottes.
Hier bewahrheitet sich, was wir im Psalm gebetet haben: „Bei dir ist die Quelle des Lebens“.
Liebe Schüler, für das Leben ist es nicht nur wichtig, was zu lernen, Wasser zu trinken, Brot zu essen, sondern auch daß ihr an Gott und den Heiland Jesus glaubt. Das kann man auch lernen. Macht doch davon Gebrauch.
Nun kommt ihr in weiterführende Schulen, sozusagen von einem Wasser zum anderen; vom Bach zum Fluß. Das Leben nimmt immer breitere Dimensionen an, so wie in der Geschichte von der Quelle. Quelle – Bach – Fluß – Strom. Dann steigt das Wasser als Dunst zum Himmel auf.
Auch für euer Leben ist das Ziel der Himmel. Vergeßt das nicht und nehmt von der Quelle des Lebens, die euch der Herr Jesus anbietet.
Amen.
Kinder tragen vor :
Die Fische im Fluß
Die Fische eines Flusses sprachen miteinander: „Man behauptet, dass unser Leben vom Wasser abhängt. Aber wir haben noch niemals Wasser gesehen. Wir wissen nicht, was Wasser ist.“ Da sagten einige, die klüger waren, als die anderen: „Wir haben gehört, dass im Meer ein gelehrter Fisch lebt, der alle Dinge kennt. Wir wollen zu ihm gehen und ihn bitten, uns das Wasser zu zeigen.“ So machten sich einige auf und kamen auch endlich in das Meer. Sie fragten den großen gelehrten Fisch. Als der Fisch sie angehört hatte, sagte er: „Ihr dummen Fische! Im Wasser lebt und bewegt ihr euch. Ihr lebt im Wasser und wisst es nicht.“
Ohne Gott
Ohne Gott bin ich ein Fisch am Strand,
Ohne Gott ein Tropfen in der Glut,
Ohne Gott bin ich ein Gras im Sand
Und ein Vogel, dessen Schwinge ruht.
Wenn mich Gott bei meinem Namen ruft,
Bin ich Wasser, Feuer, Erde, Luft.
Jochen Klepper
G e b e t
Gott, du hast uns dein Leben geschenkt.
Deshalb können wir uns freuen.
Lass uns deine Freude weitergeben,
so wie die Quelle ihr Wasser weitergibt.
Gott, du hast uns dein Leben geschenkt.
Deshalb können wir gut sein.
Lass uns deine Güte weitergeben,
so wie die Quelle ihr Wasser weitergibt.
Gott, du hast uns dein Leben geschenkt.
Deshalb können wir Frieden halten.
Lass uns deinen Frieden weitergeben,
so wie die Quelle ihr Wasser weitergibt.
|